Bei einer Verletzung hilft der menschliche Körper sich selbst, indem er Proteine erzeugt, die die Wundheilung beschleunigen.

Die Läsionen am Bewegungsapparat sind allerdings meist duch eine Überlastung bzw. chronische Mikrotraumata bedingt. Die Weichteile erleiden wiederholte Zell- und Gewebeschäden, die aufgrund von schlechter Durchblutung und dadurch zu geringer Nährstoffzufuhr nur wenig oder gar keine Tendenz zur Selbstheilung zeigen.

Die Antwort bietet die Regenerative Medizin (v. lat.regeneratio = Neuentstehung). Es handelt sich hierbei um ein relativ neues Feld der Medizin, das sich mit der Heilung verschiedener Erkrankungen befasst. Der Schwerpunkt liegt an der Wiederherstellung funktionsgestörter Zellen, Gewebe und Organe sowohl durch den biologischen Ersatz, wie auch durch die Anregung körpereigener Regenerations- und Reparaturprozesse.


1.Querfriktion fördert die Durchblutung

Mit einem lokalen Druck, der auf der anatomisch richtigen Stelle durchgeführt wird, kann man die Gewebestrukturen in der Tiefe mechanisch reizen bzw. irritieren. Dies ist ein entscheidender Punkt, denn durch die Querfriktion wird die Durchblutung der betroffenen Struktur gefördert. Im Zuge dessen erfolgt der Zufuhr an Nährstoffen und Entzündungszellen, sodass der Prozess der Heilung endlich beginnen kann.


2. Entzündung und Gewebsstärkung durch die Prolotherapie

Eine alternative zur oben beschriebenen manuellen Behandlung stellt die sogenannte Prolotherapie dar. Eine natürliche Zuckerlösung wird in das betroffene Gewebe injiziert, wodurch wiederum natürliche Heilungsprozesse im Körper angeregt werden.

Ein zweiter wichtiger Ansatz der Prolotherapie liegt in der Bindegewebsstärkung. Durch den normalen Abbau des Gelenkknorpels und der Bandscheibe im Alter werden die Bänder, die sonst die Stabilität der Gelenke gewährleisten, zunehmend schlaff. Die resultierende Gelenkinstabilität führt dann noch zur rascheren Gelenkabnützung und Schmerzen im betroffenen Gelenk bzw. Segment der Wirbelsäule.

Die geschwächten, geschädigten Bänder und die Gelenkkapsel werden infiltriert, um das Bindegewebe zu stärken, das Fortschreiten der Gelenkabnützung zu stoppen und den Schmerz zu lindern.


3. Regeneration durch eigenes Blut

Eine noch stärkere regenerative Wirkung weist das plättchenreiche Fibrin (PRF) auf. Es werden aus dem Eigenblut des Patienten durch Zentrifugation wichtige Wachstumsfaktoren konzentriert und isoliert. Diese werden in weiterer Folge zur Beschleunigung der Heilung von Bindegewebe und Knochen eingesetzt.


Im Rahmen der regenerativen Medizin wird in unserer Praxis die erprobte und erfolgreiche Querfriktion angeboten. Des Weiteren steht uns als infiltrativer Ansatz die Prolotherapie oder die PRF-Methode zu Verfügung.