Die Grundlage einer erfolgreichen Behandlung stellt eine exakte körperliche Untersuchung dar. Dies erfolgt durch eine Reihe von spezifischen Funktionstests aller regionalen Strukturen (ang.selective tension). Nur auf diese Weise lässt sich die betroffene Struktur herausfiltern.


Schmerz und Läsionsort stimmen oft nicht überein
Die Schmerzlokalisation am Bewegungsapparat entspricht meist nicht dem ursprünglichen Läsionsort, wodurch eine genaue Diagnosestellung sehr schwierig ist. Hier spricht man vom Phänomen des übertragenen Schmerzes. Des weiteren weisen viele Läsionen eine Schmerzausstrahlung auf, was das klinische Denken noch weiter erschwert.

 

Bildgebung ist oft nicht aussagekräftig
Trotz modernster Diagnostik sehen wir uns bei Patienten mit Erkrankungen des Bewegungsapparates ständig mit einem “diagnostischen Dilemma” konfrontiert.

Das Röntgen ist eine Methode zur Diagnose von Knochenläsionen, dessen Nützlichkeit bei Weichteilbeschwerden sehr begrenzt ist. Moderne bildgebende Verfahren, insbesondere die Kernspintomographie (MRT), zeigen auf der anderen Seite häufig eine Fülle von Läsionen, wobei wieder nicht ganz klar ist, welche Läsion nun für die Beschwerden des Patienten tatsächlich verantwortlich ist.


Orthopädische Medizin bietet die Lösung

Durch eine spezifisch für jedes Gelenk standardisierte Abfolge der Funktionstests kommen wir in der Orthopädischer Medizin nicht nur zur Diagnose der betroffenen Struktur, sondern auch zur genauen Lokalisierung der Läsion in dieser Struktur.

 


Ausschlaggebend ist die Tatsache, dass die genaue Diagnose primär von der gründlichen körperlichen Untersuchung abhängt und nicht von der Bilddiagnostik. Diese kann allerdings im Nachhinein ergänzend zur Bestätigung der klinischen Diagnose gut zum Einsatz kommen.